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Barfen im Sommer: 10 Tipps rund um das Füttern mit rohem Fleisch und Co.

Barfen erfreut sich unter Hunde- und Katzenbesitzern mittlerweile einer großen Beliebtheit. Viele Menschen nehmen sich vor, ihre Tiere „möglichst natürlich“ zu füttern, und stoßen nach kurzer Recherche auf die Möglichkeit, rohes Fleisch, Innereien und Ähnliches anzubieten. Vor allem im Sommer kann genau das jedoch zu einer kleinen Herausforderung werden. Denn: Hohe Temperaturen und rohes Fleisch stellen eine riskante Kombination dar. Die gute Nachricht ist, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, einem vorzeitigen Verderben vorzubeugen.

Die folgenden Abschnitte zeigen auf, welche Punkte beim Barfen im Sommer wichtig werden, damit das Risiko einer Keimbildung sinkt. Fest steht: Wer Barf in einem Barf Shop kaufen möchte, sollte nicht nur auf eine überzeugende Qualität achten, sondern auch Sorge dafür tragen, dass die hohe Qualität erhalten bleibt.

Hierbei helfen die folgenden Tipps weiter.

Tipp Nr. 1: Fleisch kühl lagern

Es ist wichtig, das Fleisch für das Barfen kühl zu lagern. Auf diese Weise kann einem Verderben des Fleisches meist gut vorgebeugt werden. Das bedeutet: Rohes Fleisch sollte vor allem im Sommer durchgehend im Kühlschrank oder direkt tiefgefroren gelagert werden. Wenn Barf Verpackungen angebrochen wurden, ist es wichtig, diese luftdicht zu verschließen.

Wer die Kühlkette unterbricht und das Fleisch den mitunter sehr hohen Außentemperaturen aussetzt, riskiert, dass sich schnell Salmonellen oder E. coli-Bakterien bilden. Diese können für die Tiere zu einem echten Gesundheitsrisiko werden.

Tipp Nr. 2: Immer nur frische Zutaten wählen

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein. Dennoch ist es an dieser Stelle wichtig, zu betonen, dass für das Barfen ausschließlich frische Zutaten verwendet werden dürfen. Umgekehrt gilt: Ein unangenehmer Geruch, Schleimbildung oder Verfärbungen sind klare Warnsignale und zeigen an, dass die Lebensmittel gerade dabei sind, zu verderben. Abgesehen davon enthalten frische Zutaten mehr Nährstoffe und bieten dem Körper damit vieles, was dieser braucht, um „zu funktionieren“.

Zusatztipp:

Wer sicherstellen möchte, dass der Fütterung möglichst frischer Zutaten nichts im Wege steht, sollte sich angewöhnen, die Fütterungsmengen möglichst genau abzuschätzen und nicht zu viel zu kaufen. Je kürzer der Abstand zwischen Kauf und Füttern ist, desto besser. Hieraus ergeben sich oft ein höherer Frischegrad und eine bessere Organisation in der Kühltruhe.

Tipp Nr. 3: Barf Portionen an die höheren Temperaturen anpassen

Viele Haustiere fressen im Sommer anders als während des restlichen Jahres. So haben zahlreiche Hunde und Katzen während der warmen Jahreszeit schlicht weniger Hunger und gleichzeitig einen niedrigeren Energiebedarf. Aufgrund der Hitze sind die betreffenden Tiere zudem oft müde und bewegen sich weniger. Die Folge: Ihr Grundumsatz ändert sich. Dementsprechend ist es sinnvoll, die Barf Futtermenge im Sommer zu reduzieren und gleichzeitig die Anzahl der täglichen Mahlzeiten anzupassen.

Mehrere kleine Barf Portionen am Tag sind in der warmen Jahreszeit oft bekömmlicher, da diese Art der Fütterung den Kreislauf sowie die Verdauung der Hunde und Katzen entlastet.

Ein „netter Nebeneffekt“: Kleinere Futtermengen sorgen zudem dafür, dass das Futter nicht lange in der Wärme steht. So lässt sich das Risiko einer Keimbildung mitunter deutlich reduzieren.

Wichtig:

Jedes Tier ist anders! Haustierbesitzer sollten ihre Lieblinge daher beobachten, um den Energiebedarf möglichst genau abschätzen zu können. Hunde und Katzen, die sich zum Beispiel trotz hoher Temperaturen viel bewegen, brauchen natürlich mehr Futter als diejenigen, die den Sommer als „Entspannungsphase“ nutzen.

Tipp Nr. 4: Leicht verdauliche Lebensmittel füttern

Wie individuell das Barfen sein kann, zeigt sich oft, wenn sich Haustierbesitzer etwas genauer mit den verschiedenen Fleischsorten auseinandersetzen. Für das Barfen bei hohen Temperaturen gilt es, am besten zu verdaulichen Lebensmitteln zu greifen. Hierzu gehören unter anderem…:

  • mageres Fleisch wie Huhn oder Pute
  • fettarme Innereien
  • gut verträgliches Obst und Gemüse wie Salat, Zucchini, Beeren, Äpfel und Karotten.

Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass der Körper nicht zu sehr mit der Verdauung beschäftigt ist, wenn draußen zum Beispiel die 30°C-Marke geknackt wird. Denn: Wenn Tiere zu schwere und fettreiche Barf Mahlzeiten fressen, benötigen sie automatisch mehr Energie, um das Ganze zu verwerten. Infolgedessen wird der Organismus mehr als nötig belastet.

Tipp Nr. 5: Das Fleisch erst kurz vor der Fütterung auftauen

Barf Fleisch sollte gerade im Sommer erst kurz vor der Fütterung aufgetaut werden. Je länger rohes Fleisch an warmen Tagen bei Raumtemperatur gelagert wird, desto schneller vermehren sich Keime. Durch späteres Auftauen wird das Risiko von Keimbelastungen in der Regel deutlich reduziert.

Wichtig ist es zudem, die Lebensmittel nicht „irgendwie“, sondern richtig aufzutauen. Hier bietet es sich an, das Fleisch zunächst aus dem Tiefkühler zu holen, aus der Originalverpackung zu entfernen, in eine lebensmittelechte Schale zu legen und das Ganze dann schonend und langsam im Kühlschrank den etwas höheren Temperaturen auszusetzen.

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Wie lange es dauert, bis das Fleisch dann verzehrbereit ist, ist von mehreren Faktoren, unter anderem von der Menge, abhängig. Haustierbesitzer sollten für den kompletten Auftau-Prozess mit einem Zeitfenster zwischen acht und 16 Stunden kalkulieren und dementsprechend vorplanen.

Tipp Nr. 6: Futternapf gründlich reinigen

Der Futternapf muss nach jeder Barf Mahlzeit gründlich mit heißem Wasser und etwas Spülmittel gereinigt werden. Gerade im Sommer bilden sich in verschmutzten Näpfen mit Barf Resten ansonsten schnell gesundheitsgefährdende Bakterien, die zu Infektionen oder Magen-Darm-Erkrankungen bei Hunden und Katzen führen können.

Um einen solchen „Effekt“ zu vermeiden, gilt es, darauf zu achten, dass das Barf Futter nicht länger als 20 Minuten, an wirklich heißen Tagen nicht länger als 10 Minuten, im Napf bleibt. Nachdem das Tier fertiggefressen hat, sollten eventuelle Reste direkt entfernt werden. Nach einer gründlichen Reinigung ist der Napf dann auch schon wieder für die nächste Mahlzeit, die vielleicht gerade im Kühlschrank auftaut, bereit.

Tipp Nr. 7: Haustierfreundliches Eis als leckere Abwechslung

Eis im Sommer tut nicht nur Menschen, sondern auch Tieren gut. Wichtig ist es hierbei, natürlich auf Eis zu setzen, das für das jeweilige Tier freigegeben wurde. Wer möchte, kann sein haustierfreundliches Eis mit Rezepten aus dem Internet auch selbst herstellen. Es gibt allerdings mittlerweile auch Online Shops, die Barf-Eis anbieten.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Sorten und damit die Möglichkeit, diese Leckerei individuell an die Bedürfnisse seines vierbeinigen Lieblings anzupassen.

Doch so unterschiedlich die Rezepturen sind, haben sie meist eines gemeinsam: Sie sind im Idealfall immer frei von Zucker, Salz, Gewürzen und künstlichen Zusatzstoffen.

Das haustierfreundliche Eis eignet sich an heißen Tagen sowohl als Leckerli als auch als kleine Mahlzeit zwischendurch und dient unter anderem auch der Flüssigkeitsaufnahme.

Zusatztipp:

Wer sein Tier nicht nur füttern, sondern mit dem Eis auch beschäftigen möchte, kann die Masse auf eine Schleckmatte oder Ähnliches auftragen.

Tipp Nr. 8: Frühmorgens oder spätabends füttern

Morgens und abends sind die Temperaturen im Sommer erfahrungsgemäß niedriger. Der perfekte Zeitpunkt, um zu barfen! Denn: Die Verdauung der Haustiere erzeugt Wärme und ist daher bei Hitze besonders anstrengend.

Hinzu kommt, dass viele Haustiere morgendliche und abendliche Fütterungen besser akzeptieren, weil sie tagsüber während der hohen Temperaturen oft ohnehin weniger Hunger verspüren. Über die Anpassung der Barf Portionen an die Tageszeiten soll sichergestellt werden, dass Hunde und Katzen trotz sommerlicher Temperaturen ausreichend Nährstoffe zu sich nehmen.

Tipp Nr. 9: Ausreichend Wasser bereitstellen

Egal, ob gebarft wird oder nicht: Haustieren sollte immer ausreichend frisches Wasser zur Verfügung gestellt werden. Und gerade in der heißen Jahreszeit empfiehlt es sich, mehrere Wassernäpfe im Haus für Hunde und Katzen aufzustellen und das Wasser regelmäßig zu erneuern.

Denn: Die hohen Temperaturen sorgen dafür, dass der Flüssigkeitsbedarf bei Haustieren mitunter deutlich ansteigt. Es braucht daher eine bestimmte Flüssigkeitsmenge, um zum Beispiel den Kreislauf stabil zu halten und einer Dehydrierung vorzubeugen.

Doch Vorsicht! Wasser mit Eiswürfeln belastet das Herz-Kreislauf-System! Das zur Verfügung gestellte Wasser sollte lauwarm sein.

Zusatztipp:

Hunde, die trotz der hohen Temperaturen des Sommers nicht ausreichend trinken, lassen sich oft mit einem „kleinen Trick“ dazu überreden, Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Melonen und Gurken bestehen zum Großteil aus Wasser und werden oft gut angenommen. Mit ihrer Hilfe lässt sich der Flüssigkeitshaushalt oft gut unterstützen.

Tipp Nr. 10: Hygieneregeln in der Küche konsequent einhalten

Beim Barfen im Sommer spielt nicht nur die Qualität der Lebensmittel, sondern auch die Hygiene bei der Zubereitung eine wichtige Rolle. Hygieneregeln für die Bereiche, in denen die Mahlzeiten zubereitet werden, sind daher essenziell.

Hierzu gehört es unter anderem, alle Arbeitsflächen, Messer, Schneidebretter und Schüsseln, die mit den Lebensmitteln in Kontakt gekommen sind, gründlich zu reinigen.

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, kann für das Barfen auch direkt separate Küchenutensilien verwenden, um so unter anderem Kontaminationen mit Lebensmitteln, die für den menschlichen Verzehr vorgesehen sind, zu vermeiden.

Zudem sollte regelmäßiges Händewaschen vor und nach der Zubereitung selbstverständlich sein.

Barfen im Sommer und im Winter: Worin liegen die Unterschiede?

Es gibt viele Faktoren, die den Fütterungsalltag beim Barfen beeinflussen. Vor allem Temperaturen, der Tagesablauf und die Lagerbedingungen sorgen dafür, dass sich das Barfen im Sommer und im Winter deutlich voneinander unterscheiden.