Sehenswertes in Zell im Wiesental
Zell im Wiesental erweist sich als faszinierende Destination für Kultururlauber, die eine reiche historische und künstlerische Atmosphäre erleben möchten. Die Stadt, eingebettet im Naturpark Südschwarzwald und Teil des Biosphärengebiets Schwarzwald, präsentiert eine beeindruckende Vielfalt an Sehenswürdigkeiten. Von historischen Stätten bis hin zu zeitgenössischer Kunst spiegelt Zell im Wiesental eine facettenreiche Geschichte wider, die Besucher auf eine inspirierende Reise durch die Kultur der Region mitnimmt.
Alte Schmiede Mambach e.V.
Seit mindestens 1719 prägt die Schmiede in Mambach die Schwarzwaldlandschaft und zählt damit zu den ältesten ihrer Art in der Region. Über die Jahrhunderte hinweg diente sie als Huf- und Wagenschmiede, bis sie nach einem verheerenden Dorfbrand im Jahr 1870 wiedererrichtet und kontinuierlich erweitert wurde. Obwohl der Schmiedebetrieb um etwa 1985 eingestellt wurde, bleibt das gesamte Inventar der Schmiede bis heute erhalten. Seit 2012 erfolgt die Restaurierung in Zusammenarbeit mit einem Verein, wobei sowohl die Schmiede als auch ihr Inventar und das dazugehörige Wohnhaus unter Denkmalschutz stehen. Das Denkmalamt würdigt die technik- und heimatgeschichtliche Bedeutung dieses geschichtsträchtigen Ortes.
Wiesentäler Textilmuseum
Die industrielle Entwicklung im Wiesental wurde maßgeblich durch die Wasserkraft der Wiese und den Beitritt Badens zum Deutschen Zollverein 1834 vorangetrieben. Über zwei Jahrhunderte hinweg war die Textilindustrie das Lebenselixier für die Bewohner des Tals. Das Wiesentäler Textilmuseum, eröffnet 1996, präsentiert auf 1000 m² lebendig die Geschichte dieser einst bedeutenden Industrie im Oberen Wiesental. Besucher können in einer Dauerausstellung die Spinn-, Web-, und Flechtkunst sowie weitere Handwerke auf alten und neuen Maschinen erleben. Von historischen Spinnrädern bis zur modernen Ringspinnanlage vermittelt das Museum den Wandel der Textilindustrie durch voll funktionstüchtige Exponate und eindrucksvolle Bilddokumente aus der frühesten Zeit der Fotografie bis heute. Im Rahmen eines Kultururlaubs sollten Reisende dem Museum also unbedingt einen Besuch abstatten, um mehr über die Geschichte der Region zu erfahren.
Fasnachtshus Zell
Das Museum erzählt liebevoll die Geschichte der Zeller Fasnacht, betreut von dem ehrenamtlichen Förderverein Zeller Fasnachtshus, angeführt von den Familien Zluhan und Mond. Bei einer abwechslungsreichen Hausführung gibt es viel zu entdecken, darunter die aufwendige Herstellung der Masken, erläutert anhand zahlreicher Fasnachts-Spenden. Fragen zur Bedeutung der Fasnachtsplaketten, zur Namensherkunft des Zeller Schrätteli und zum Hintergrund des Hürus werden dabei ebenso beantwortet. Das einzigartige Haus, geschaffen durch das engagierte Team aus ehrenamtlichen Helfern, Vereinen und fasnachtsbegeisterten Zellerinnen und Zellern, präsentiert auf beeindruckende Weise die lebendige Geschichte der Zeller Fasnacht.
Kalvarienbergkapelle
"Droben steht die Kapelle, schaut ins Tal hinab!" – Ein Gedichtsbeginn von Ludwig Uhland, der einem unweigerlich in den Sinn kommt, wenn man von Zell aus den Blick zum Möhrenberg hinauf richtet und die Kapelle auf einem markanten Felsvorsprung entdeckt. Dieses kleine Gotteshaus wurde im Jahr 1889 erbaut, nachdem eine Kapelle an diesem Ort, die bereits 1765 erwähnt wurde, wahrscheinlich aufgrund von Baufälligkeit abgerissen werden musste. Am 2. April 1890 erfolgte die feierliche Einsegnung der Kapelle durch Stadtpfarrer Kißling.
Constanze-Mozart-Bibliothek
Die Constanze-Mozart-Bibliothek beherbergt rund 325 Bücher über das Leben und Werk von W. A. Mozart. Die Sammlung, gesammelt von Prof. Dr. Bauer in Wien, Salzburg und München, spiegelt seine über 30-jährige Forschung wider. Darunter sind auch von Bauer selbst verfasste Bände. Die Zeller Autorin Heidi Knoblich verwaltet die Bibliothek seit 2012. Das älteste Buch stammt aus dem Jahr 1865. Die Bibliothek, in einem antiquarisch erworbenen Schrank und drei modernen Vitrinen untergebracht, hat nun in den neuen Räumlichkeiten des Zeller Bergland Tourismus in der Kirchstraße 11 ihren Platz gefunden, gegenüber des Ortes, an dem einst das Zeller Amtshaus stand, in dem Constanze Mozart geboren wurde.