Fachbegriffe zu Kurzreisen & Wellnesswochenenden

Zazen (Soto-Zen)

Das einfache Sitzen in Stille und Bewegungslosigkeit erfolgt in einer aufrechten Sitzhaltung. Als stilistisch perfekt gilt der Yoga- oder Lotussitz, bei dem der rechte Fuß am oder auf dem linken Oberschenkel und der linke Fuß am oder auf dem rechten Oberschenkel ruht. Es sind jedoch auch andere Sitzhaltungen erlaubt, so lange die Aufmerksamkeit gewährt ist. Bereits die Vorbereitung auf das Sitzen in Stille soll in Achtsamkeit geschehen - das Herrichten des Meditationsraumes bzw. -platzes, der Gang dorthin, das Einnehmen der Sitzhaltung. Der Augen werden nicht geschlossen sondern suchen sich einen Punkt oder Bereich in 50 bis 100 cm Entfernung auf dem Boden. Mit Beginn der Meditation erfolgt die Konzentration auf den Atem. Der Fluss der Gedanken soll im Laufe der Meditation zur Ruhe kommen. Melden sich Gedanken, so sollen diese höchstens beobachtet werden, ohne ihnen weiter anzuhaften. Die "Erleuchtung" ist nicht das Ziel der Sitzmeditation, aber sie wird dadurch erleichtert. Eine Sitzung kann von wenigen Minuten bis zu einer Stunde dauern. Im Rahmen einer Zen-Ausbildung werden drei oder vier Zazen-Übungen von jeweils 50-minütiger Dauer pro Tag praktiziert.

Zen

Zen ist eine aus dem asiatischen Kulturraum stammende Lehre und Geistesübung, die zu mystischer Erfahrung führt (wenngleich Zen-Meister sagen, dass Zen "nichts" bieten könne). Der Zen-Schüler erlangt durch verschiedene Meditationstechniken schrittweise Konzentration, Erkenntnis, geistige Freiheit und schließlich "Erweckung" oder "Erleuchtung". Die Zen-Lehre ist zwar keine Religion, sie wird jedoch auf indische religiöse Wurzeln ca. 500 v. Chr. zurückgeführt (Buddhismus). Sie gelangte von dort nach China, Korea, Vietnam und Japan. Als besondere Form des Buddhismus ist sie heute vor allem in Japan groß und bekannt und hat auch in Westeuropa und in den USA viele Anhänger gefunden. Das chinesische Wort Chan ist eine verkürzte Form des Sanskritwortes dhyana (= innere Festigkeit und geistige Ruhe durch Meditation) und entspricht dem koreanischen son sowie dem japanischen zen. Im 13. Jahrhundert entwickelten sich in Japan zwei große, bis heute dominierende Schulen, das Soto-Zen und das Rinzai-Zen. Das Soto-Zen ist durch die Praxis des "einfachen Sitzens" (=Zazen) gekennzeichnet, das Rinzai-Zen durch die Vorgabe so genannter Koans (= rätselhafte Texte, Aufgaben für den Schüler, durch deren nicht-intelektuelle Lösung Erleuchtung erlangt werden soll), wobei auch im Rinzai-Zen das Sitzen in Meditation (Zazen) zu den elementaren Übungspraktiken gehört. Durch die Praxis des Zen soll die Einsicht reifen, dass alle Objekte des Denkens und der Wahrnehmung keine unabhängige Existenz besitzen, sondern sich unaufhörlich gegenseitig bedingen, mithin selbst "leer" sind. Diese Einsicht wird nicht durch logisches Denken erreicht. Geht es für den Schüler zunächst nur um die erstmalige bewusste Erfahrung, dass sich jenseits des logischen Denkens und der Dualität von Gegenstand und Betrachter ein wahrhaftiges, wesentliches Erfassen der Existenz gibt, lebt der Erleuchtete oder Erwachte diese Erkenntnis mit einem freien Geist in allen Aspekten seines Alltags und aktualisiert seine "Erleuchtung" fortwährend. Insofern ist "Erleuchtung" nichts Außergewöhnliches und nichts Getrenntes im Vergleich zu der Übung, mit der sie erlangt wird und auch nicht im Vergleich zu den alltäglichen Handlungen, die der Erleuchtung folgen. Wenngleich das einfache Sitzen in Stille und Bewegungslosigkeit oder die Sammlung des Geistes bei der Beschäftigung mit einem Koan als stresslindernd empfunden werden kann, wäre damit das ursprüngliche Ziel von Zen weit verfehlt. Wer allerdings "Buddhaschaft" oder Zen-Bewusstsein erlangt hat, wird sicherlich stressfreier leben. Zen ist zwar ein individueller Prozess, dennoch sind ein Lehrer und eine Gemeinschaft von Übenden von großem Vorteil. Durch die strenge Disziplin und die festen Rituale und Verhaltensvorschriften wird der Weg der angestrebten Erkenntnis erleichtert. Denn paradoxer Weise finden Zen-Praktizierende unter diesen klosterähnlichen Bedingungen das höchste Maß an persönlicher Freiheit und Spontaneität.

Zervikale Extensionmassage

Entspannungsmassage, die im Hals-, Nacken- und auch im Kopfbereich durchgeführt wird.

Zhi Zhu-Behandlung

Ist eine Behandlung mit der Energielampe zur Harmonisierung körpereigener Schwingungen und Regenerierung von Zellen.

Ziegenmilchbad

Das Bad in Ziegenmilch soll der Entspannung und der Haut- und Körperpflege dienen. Das Fettsäurespektrum der Ziegenmilch ist sehr ausgewogen und so werden der Haut während des Bades wichtige Vitamine und Mineralien wie Kalzium, Magnesium oder Kalium zugeführt.

Zilgrei

(Selbst-)Körpertherapie-Methode. Zil sind die ersten Buchstaben der Begründerin Zillo und grei die ersten Buchstaben ihres Behandlers und späteren Kollegen Greissing. 1978 wurde das Verfahren der Haltungskorrektur von dem Chiropraktikter Hans Greissing und der Yogalehrerin Adriana Zillo entwickelt und veröffentlicht. Die Methode ist abgeleitet von der klassischen Chiropraxis nach Palmer. In Deutschland ist das Verfahren weitverbreitet, ein eigener Berufsverband firmiert unter dem Namen "Zilgrei-Therapie". Zilgrei ist ein Körpertherapieverfahren mit dem Ziel, eine schlechte Körperhaltung, verbunden mit Rücken- oder Gelenkschmerzen, durch Bewegungen und Stellungen ähnlich dem Yoga zu korrigieren und durch begleitende Atemübungen in ihrer Wirkung zu unterstützen. Den Übungen geht stets ein Selbsttest voraus, um festzustellen, welche Bewegungsrichtung besonders schmerzhaft ist. Die "heilende" Bewegungsübung wird dann in der entgegengesetzten Richtung ausgeübt. Man spricht deshalb im Rahmen der Zilgrei-Methode auch vom Prinzip der gegenüberliegenden Seite. Die einzelnen Übungen tragen Vogelnamen: Schwanen-, Eisvogel- Kranichübung usw. Die Übungen sollen präventiv oder im Akutfall eingesetzt werden können.

Zisterne

Strahlungswärmebad mit Musik und Wasserspielen.
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